DIE VISION · RUDOLF KULOVIC
Ein gutes Leben. Für alle. Auch morgen.
Wie möchten wir zusammenleben, wenn wir vom Menschen her denken? Rudolf Kulovics Gemeinwohlzukunft richtet den Blick auf sichere Lebensgrundlagen, persönliche Freiheit und eine lebenswerte Zukunft für kommende Generationen.
Eine Einladung, Möglichkeiten zu erkunden, Fragen zu stellen und Zukunft gemeinsam zu gestalten.
WOFÜR GEMEINWOHLZUKUNFT STEHT
Frieden. Versorgung. Bildung. Eine gesunde Erde.
Vier Ziele geben Rudolfs Zukunftsentwurf die Richtung. Das Buchungssystem soll zu ihrer Verwirklichung beitragen.
01 · WELTFRIEDEN
Friedlich zusammenleben
Friedliches Zusammenleben ist Ziel und Voraussetzung der weltweiten Vision: Die ergänzten Antworten setzen dafür eine Friedensvereinbarung voraus. Das Buchungssystem allein kann Frieden nicht garantieren.
02 · WELTERNÄHRUNG
Grundbedarf für alle
Nahrung, Unterkunft, Kleidung, Gesundheitsversorgung und öffentlicher Verkehr sollen für alle verlässlich zugänglich sein. Ein Bürgerrat soll je Land aushandeln, was zum ausreichenden Grundbedarf gehört. Die Versorgung soll unabhängig von Mitwirkung bestehen bleiben (F01, F14).
03 · WELTBILDUNG
Lernen ermöglichen
Weltbildung meint freien, kostenlosen, barrierefreien und qualitativ gleichwertigen Bildungszugang. F19 nennt einen gesellschaftlich verantworteten Entwicklungsprozess; konkrete Zuständigkeiten und überprüfbare Qualitätskriterien bleiben noch auszuarbeiten.
04 · UMWELTSCHUTZ
Lebensgrundlagen erhalten
Klima, Böden, Tiere und Pflanzen schützen; Ressourcen sorgfältig nutzen und Produkte möglichst lange im Kreislauf halten.
Diese Ziele beschreiben die angestrebte Zukunft. Die ergänzten Antworten stellen auch einen Bezug zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung her. Eine systematische Zuordnung zu einzelnen Zielen und messbaren Ergebnissen steht noch aus.
EIN GEDANKLICHER BLICK NACH VORN
Wie könnte sich das im Alltag anfühlen?
Stell dir einen offenen Treffpunkt im Viertel vor. Am großen Tisch kommen Menschen zusammen: Eine Nachbarin zeigt, wie man ein Hochbeet baut. Ein Jugendlicher hilft beim Einrichten eines Telefons. Jemand hört einfach zu.
Eine Pinnwand sammelt Fragen und Angebote. Wer etwas beitragen möchte, findet einen Einstieg. Wer Unterstützung braucht, findet Ansprechpersonen. Auch Menschen, die gerade wenig Kraft haben, gehören selbstverständlich dazu.
Diese kleine Szene ist ein frei entworfenes Zukunftsbild. Sie macht eine Frage konkret: Was müsste sich verändern, damit solche Möglichkeiten für mehr Menschen zum Alltag gehören?
FÄHIGKEITEN VERBINDEN
Was wir können, wird füreinander wertvoll.
Tätigkeiten für andere Menschen sollen anerkannt und honoriert werden, einschließlich Ehrenamt. Private Hausarbeit bleibt grundsätzlich ausgenommen. Für Kindererziehung und -betreuung ist jedoch eine Pauschale vorgesehen, auch für Eltern; Höhe und Ausgestaltung sind noch offen (F20).
Zeit, Qualität, Qualifikation, Verantwortung und Belastung sollen je nach Tätigkeit unterschiedlich gewichtet werden. Die Vergütung kann für ein vereinbartes Ergebnis festgelegt oder ausdrücklich nach Stunden vereinbart werden. Konkrete Beträge, Nachweise und Einspruchswege bleiben auszuarbeiten (F21–F24).
Gemeinsame Entscheidungen sollen in der kleinsten örtlichen Gemeinschaft beginnen und auf weiteren Ebenen abgestimmt werden. Für ein Gespräch vor Ort heißt das: Welche Aufgaben brauchen wir? Welche Fähigkeiten sind vorhanden? Wer wird von unseren Entscheidungen berührt?
Die Grundversorgung soll unabhängig von Mitwirkung bestehen bleiben. Rudolf hat dies auch für fehlende Leistungsfähigkeit und die Ablehnung einer Tätigkeit bestätigt. Unterstützung soll helfen, eigene Fähigkeiten zu finden; sie ist keine Voraussetzung für Versorgung (F01).
Notwendige Mehrbedarfe wegen Krankheit, Behinderung, Alter, Sorgearbeit oder vorübergehender Krisen sollen gemeinschaftlich getragen werden und den persönlichen Leistungswert nicht senken (F16). Zugezogene und Nichtteilnehmende sollen dieselben Ansprüche haben (F18). Wie die Leistungen verlässlich bereitgestellt werden, bleibt weiter auszuarbeiten.
ÜBER DIE EIGENE GENERATION HINAUS
Eine Zukunft, die Lebensgrundlagen erhält.
Eine gesunde Umwelt gehört zu Kulovics Vision. Langlebige Produkte, Wiederverwendung und Kreisläufe sollen Ressourcen schonen; fruchtbare Böden und ein sorgfältiger Umgang mit Lebensmitteln spielen dabei eine wichtige Rolle.
Als gemeinsame Gestaltungsfrage lässt sich daraus ableiten: Was geben wir weiter? Bei einer neuen Anschaffung, einem Bauprojekt oder der Nutzung einer Fläche lohnt sich der Blick auf die nächsten Jahrzehnte. Wer trägt die Folgen einer Entscheidung – und wer sollte deshalb daran beteiligt sein?
VOM ZIEL ZUR GESTALTUNG
Die Vision beschreibt, wofür wir es tun.
Ein würdiges, selbstbestimmtes Leben in einer friedlichen und lebenswerten Gesellschaft ist der Maßstab. Daran müssen sich auch die vorgeschlagenen Wege messen lassen.
Das System beschreibt einen möglichen Weg.
Kulovic schlägt dafür ein Gemeinwohlzukunft-Buchungssystem vor. Als ersten Versuch beschreiben die ergänzten Antworten eine zusätzliche Buchhaltung neben dem heutigen System: Bestehende Zahlungen bleiben bestehen, während Leistungen und Verbrauch vergleichend dargestellt werden. „Das System“ unterscheidet diesen Einstieg vom langfristigen Zielmodell.
ZUKUNFT BEGINNT MIT GUTEN FRAGEN
Vom Gedanken zum gemeinsamen Lernen.
Information, Bildung und gemeinsamer Austausch sollen die Entwicklung begleiten. Genannt werden Workshops, Webinare und Schulungen. Die folgenden Schritte verbinden diesen Vorschlag mit Fragen für eine nachvollziehbare Erprobung.
01 · HINSEHEN
Verstehen
Lies den Ansatz und beschreibe ihn mit eigenen Worten. Was überzeugt dich? Welche Annahme bleibt unklar? Sammle Fragen, bevor du Antworten festlegst.
02 · ZUHÖREN
Miteinander prüfen
Bringe unterschiedliche Lebenslagen und Einwände zusammen. Für Tätigkeitsbewertungen und Preise nennt der neue Workshop einen ausgewählten Bürgerrat und soziokratischen Konsent: Schwerwiegende Einwände sollen erneut verhandelt werden (F22, F26). Frühere Unterlagen nennen auch systemisches Konsensieren. Auswahl, Kontrolle und ein zugänglicher Einspruchsweg bleiben zu klären.
03 · LERNEN
Überschaubar erproben
Beginne mit der vorgeschlagenen Vergleichsbuchhaltung: reale Vorgänge zusätzlich nach dem Modell erfassen, während bestehende Zahlungen weiterlaufen. Vereinbare Ziele, Datenumfang und Auswertung; halte auch Aufwand und Schwierigkeiten fest.
DEINE PERSPEKTIVE GEHÖRT DAZU
Welche Zukunft wäre für dich lebenswert?
Was müsste sich verändern, damit du dich im Alltag sicherer und freier fühlst? Welchen Beitrag würdest du gern leisten? Was dürfte bei einer Veränderung auf keinen Fall verloren gehen?
Zum Weiterdenken gehören konkrete Fragen: Wer wird vertreten? Wie werden knappe Ressourcen verteilt und Entscheidungen angefochten? Wie bleiben persönliche Daten geschützt? Wie lässt sich der Nutzen eines Versuchs unabhängig beurteilen?
Gemeinwohlzukunft bleibt ein Zukunftsentwurf. Ein Buchhaltungsversuch kann Verständlichkeit und Abläufe untersuchen. Ob eine spätere Umsetzung Versorgung, Frieden oder Umwelt verbessert, verlangt weitergehende Nachweise.
URSPRUNG DER IDEEN
Rudolfs Gedanken weiterverfolgen.
Grundlage sind Rudolf Kulovics veröffentlichte Texte und die bereitgestellten Unterlagen „GWZ_kurz_Proschüre“, „Gemeinwohlzukunft Z-Buchungen_kurz“ und „Gemeinwohlzukunft Z-Buchungen A-Vision“.
Neu berücksichtigt: die von Udo bereitgestellte, um Antworten ergänzte Arbeitsfassung „KI GWZ_Ungereimtheiten_und_Prueffragen“ (Dokumentstand: 31. August 2026). Sie enthält 63 Themenpunkte und präzisiert unter anderem Grundbedarf, Beteiligung und den vorgeschlagenen Buchhaltungsversuch. Offene Prüffragen bleiben als solche erkennbar. Das Alltagsbild und die Gesprächsimpulse sind redaktionelle Veranschaulichungen. Eingearbeitet: 28. September 2026.
Workshop vom 1. Oktober 2026: Das Gesprächsprotokoll „Offene Fragen“ vom 1. Oktober 2026 (workshop-3.pdf) präzisiert insbesondere Mitwirkung und Grundversorgung (F01), Mehrbedarf (F16), gleichberechtigte Teilhabe (F18), Bildungsziele (F19) sowie anerkannte Tätigkeiten und Bewertung (F20–F26). Diese Antworten dokumentieren Rudolfs Konzeptstand, keine nachgewiesene Wirkung.
Aktualisiert am 6. Oktober 2026: Ergänzt wurde „Offene Fragen“ vom 6. Oktober 2026 (workshop-5.pdf), besonders die Betreuungspauschale auch für Eltern, die Bewertung und Vergütung von Tätigkeiten sowie die Rolle des Bürgerrats (F20–F26, S. 1–6). Die neuen Antworten sind Präzisierungen des Entwurfs; seine praktische Wirksamkeit bleibt zu prüfen.
Meine Vision · Forum Seitenstetten, 2023
Rudolf Kulovic über seine Vorstellung eines guten Lebens.
Gemeinwohlzukunft Geldsystem · Forum Seitenstetten, 2022
Der Vorschlag für kooperatives Wirtschaften und ein anderes Verrechnungssystem.
